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Können Männer denken


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Können Männer denken?

3.8.2004

Obschon es keine eindeutigen Beweise dafür gibt, kann angenommen werden, dass Männer nicht im herkömmlichen Sinne in der Lage sind, strukturierte Gedanken zu formen. Die Gründe dafür sind ganz einfach in der Anatomie des Mannes zu finden. Es ist schon fast ein geflügeltes Wort, dass der Mann nicht mit dem Kopf denke (womit er das tut, dazu später), sondern mit einem für ihn viel wichtigeren Körperteil.

Während Frauen ein wunderbar geformtes, in zwei Hälften geteiltes Denkorgan besitzen, haben die meisten Männer nur Gulasch zwischen den Ohren, mit Ausnahme von ein paar Wenigen. Denen ist an jener Stelle ein Blumenkohl mit einer dem Hirn täuschend ähnlichen Oberfläche, aber völlig unnützem Inhalt gewachsen. Somit drängt sich nun die Frage auf, weshalb männliches Handeln als Denken missverstanden wird, und wo dieses Pseudodenken denn herkommen mag. Die Antwort ist einfach. Frauen können sich nicht vorstellen, dass nicht gedacht werden könnte. Mit anderen Worten: Frauen Denken, also sind sie. Männer denken nicht, sind aber trotzdem, weil Frauen annhemen sie würden denken. Das männliche Dasein, bar jeglichen Denkvorganges, beschränkt sich jedoch nicht auf mehr oder weniger koordiniertes Handeln, samt sporadischem Ausstossen von verschiedenen Tönen unterschiedlichen Volumens. Es ist weit komplizierter.

Anfangs des 20. Jahrhunderts behaupteten nahmhafte Psychologen, dass weibliches hysterisches Verhalten auf ein Wandern der Gebärmutter zurückzuführen sei. Mit der Zeit vergass man diesen Mumpitz, verpasste es jedoch auf einen viel dramatischeren Sachverhalt hinzuweisen: irrtümlicherweise waren diese angeblichen Wissenschaftler auf die Funktionsweise männlichen Denkens gestossen, und versuchten diese Erkenntnis, welche sie instinktiv (wie auch sonst!) als Bedrohung erkannten, zu vertuschen und erfanden die Mär der wandernden Gebärmutter. Ihre beunruhigende Erkenntis war jedoch, dass Männer nirgends und überall ein bisschen denken. Das bedeutet: der Mann denkt mal mit den Beinen mal mit den Armen, mal mit der Hüfte, mal mit seinem Hinterteil. Es gibt Regionen des Körpers, die das Denken besonders festklammern. Das Hinterteil hat sich in dieser Hinsicht besonders hervorgetan, denn seine direkte Verbindung zum Sprechorgan nützt es gnadenlos aus, um unentwegt Scheisse rauszulassen. Hüfte und Hinterteil befinden sich in ständigerm Wettstreit, wer jetzt denken dürfe, wobei es gerade beim umwerben von Frauen zu drastischen Peinlichkeiten kommen kann: die Hüfte macht die Bewegungen, der Arsch die Laute. Wenn Hinterteil und Hüfte überfordert sind, überlassen sie das Denken den Beinen und Armen; denken die Beine wird wortlos davongelaufen, denken die Arme so wird ebenfalls der Wortlosigkeit gefröhnt und dabei werden breitschultrig die Arme verschränkt. Alternativ können die Arme auch wild um sich wedeln und fuchteln. Der dabei entstehende Druck auf den Brustkasten veranlasst den Mann dabei bizarre Geräusche von sich zu geben, wobei Frauen jeweils verzweifelt versuchen, den Tönen einen Sinn zu entnehmen.